Von der Tennisabteilung des Turnverein Schweinheim zum Tennisclub Schweinheim-Aschaffenburg e.V.

Im Jahr 1975, dem 90. Jubiläumsjahr des Turnvereins 1885 Schweinheim, stellten die 3 Optimisten Toni Staudt, Robert Heßler und Alfred Hettinger in der Generalversammlung des TVS offiziell den Antrag auf Gründung einer Tennisabteilung im Turnverein.

Dank der großen Unterstützung des damaligen 1. Vorsitzenden Ludwig Dorsch wurde ein schon seit 1972 gehegter Gedanke verwirklicht und die TVS-Tennisabteilung ins Leben gerufen.

Der hinter der Turnhalle am Sportweg gelegene Bolzplatz wurde zu 2 Asphalt-Tennisplätzen umfunktioniert.

Toni Staudt, als einem Urheber des „TVS-Tennisgedankens“, war es dann als 1. Abteilungsleiter vorbehalten und aufgetragen, Mitglieder für die neugegründete Abteilung zu werben und einen Spielbetrieb in Gang zu bringen.

Dies geschah mit großem Erfolg und wurde von seinem Nachfolger Günter Beyerle ebenso erfolgreich, in sportlicher wie in gesellschaftlicher Hinsicht, weiter geführt.

Wachsende Mitgliederzahlen und höhere Ansprüche durch die Teilnahme an den Medenspielen machten schon bald den Umbau und die Erweiterung der zwei Asphaltplätze erforderlich.

Parallel zur Erneuerung der Sportanlage des TVS am Sportweg entstanden im Jahr 1982 drei neue Kunststoff-Granulat Plätze und ein überdachter Freisitz, der letztendlich zu einem kleinen Clubheim aufgerüstet wurde.

Willibald Herold, der Ende 1982 Günter Beyerle als dritter Abteilungsleiter folgte, übergab am 24.07.1983 die Anlage ihrer Bestimmung.

Zur Finanzierung der sehr teuren Plätze wurde von der Tennisabteilung das „Schwoihier Fischfest“ ins Leben gerufen und über 10 Jahre lang von der Tennisabteilung alleine ausgerichtet.

Die Abteilung wuchs auf rund 150 Mitglieder an und es entwickelte sich schon bald ein reger Spielbetrieb.

Aus beruflichen Gründen zog sich Willibald Herold im Jahr 1985 trotz seiner sehr erfolgreichen Vereinsarbeit aus dem aktuellen Betrieb zunehmend zurück und übertrug die Leitung kommissarisch dem damaligen 2. Abteilungsleiter Burkhard Eppig, der dann am 10.10.1986 von der Mitgliederversammlung zum 1. Abteilungsleiter gewählt wurde.

Gerade noch betraut mit der Aufgabe, die Tennisabteilung auch weiterhin so erfolgreich wie seine Vorgänger zu führen und voranzutreiben, kam bereits im Dezember 1986 der erste Dämpfer durch die an den Tennisplätzen angrenzenden Nachbarn. Dies gipfelte letztendlich in einer Klage beim Amtsgericht Aschaffenburg.

Wegen zu lautem Tennislärm wollte man dem „PLOP-PLOP“ auf den Tennisplätzen nach anfänglichen, freiwilligen Einschränkungen im Spielbetrieb sogar gerichtlich ein totales Spielverbot auferlegen lassen.

Dank der schnellen und großen Unterstützung der Stadt Aschaffenburg, insbesondere des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Willi Reiland, der von Anfang an seine totale Unterstützung zugesagt hatte, dem damaligen 1. TVS – Vorsitzenden Werner Elsässer, dem damaligen Stadtrat Hans Herold, dem immensen Eigenengagement durch Muskelkraft und freiwilliger Material- und Geldspenden der Mitglieder konnten innerhalb von 2 Jahren die planungsrechtlichen Voraussetzungen und die Umsetzung des Neubaus der Tennisanlage „Unter dem Erbig“ am Steinweg 29 realisiert werden."

 

So konnte die beim Amtsgericht Aschaffenburg anhängige Klage der Nachbarn auf deren Kosten abgewiesen werden. Aus dem anfänglichen Rückschlag im Dezember 1986 wurde ein wahrer Glückstreffer für die Entwicklung des TVS – Tennissports, denn ohne diese Klage und den Neubau der Tennisanlage „Unter dem Erbig“ wäre die seit Jahren anhaltende, positive Entwicklung in Form und Mitgliederstärke nicht möglich gewesen.

 

Es wurde mit der Einweihung der neuen Tennisanlage am 23.04.1989, bei der Oberbürgermeister Dr. Willi Reiland höchstpersönlich sein Racket schwang, der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft auf einer der schönsten Tennisanlagen im Umkreis, mit 4 Sandplätzen und einem schmucken Clubheim gelegt. Es ist sicher auch ein Novum, dass ein Tennisclub innerhalb von nur 14 Jahren 3 Tennisanlagen errichtet und finanziert hat.

Die Abteilung wuchs zwischenzeitlich auf fast 260 Mitglieder zur größten geschlossenen Abteilung (außer der offenen Turnerabteilung!) im Turnverein an.

Sportlich wie gesellschaftlich ging es die folgenden Jahre immer bergauf, bis der allgemeine Einbruch im Tennissport kam, der letztendlich - nach Wegfall der Idole Steffi Graf und Boris Becker - zu einer Reduzierung auf rund 160 Mitglieder führte.

Am 27.11.1998 übergab Burkhard Eppig das Amt des 1. Abteilungsleiters nach 13 Jahren hauptverantwortlicher Vorstandstätigkeit in die Hände von Heinz Kolb, der dann für die folgenden 12 Jahre das Amt des 1. Abteilungsleiters ausübte.

Mit viel Einsatz und Geschick konnte Heinz Kolb trotz der „mageren Tennisjahre“ die Abteilungsgröße in Sachen Mitgliederzahl und Medenspielbetrieb konstant halten.

Insbesondere die Jugendförderung wurde von ihm unermüdlich vorangetrieben.

Die zurückgehenden Mitgliederzahlen bedeuteten aber auch, dass es immer schwieriger wurde, für alle Mannschaften ausreichend Spieler zu Verfügung zu stellen. So wurde im Bereich der Herren 50 – Mannschaft erstmals eine Spielgemeinschaft mit den Tennisfreunden aus Haibach arrangiert.

Wenn auch die Mitgliederzahlen rückläufig waren, so wuchsen dennoch die Aufgaben im Bereich der Vereinsführung, was letztendlich dazu führte, dass die Abteilungsleitung der Tennisabteilung seit dem 19.11.2010 durch ein sogenanntes „Dreigestirn“ besetzt wurde. In dieses erste „Dreigestirn“ wurden von den Mitgliedern Heinz Kolb, Peter Kerz und Burkhard Eppig als gleichberechtigte Abteilungsleiter gewählt.

Die fehlende Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Tennisclubs in der Umgebung in Sachen Jahresmitgliedsbeitrag, hier insbesondere wegen des Grundbeitrages für den Hauptverein TVS, das Alleinstellungsmerkmal der Tennisabteilung in Sachen Sportanlagennutzung innerhalb des TVS, nährten schon seit Jahren den Gedanken der Abspaltung der Tennisabteilung vom Hauptverein TVS zu einem eigenständigen Tennisclub.

Dieses Ansinnen wurde dann im Jahre 2012 seitens der Mitglieder und der Abteilungsleitung der Tennisabteilung verstärkt angegangen.
Nach vorbereitenden Gesprächen mit dem TVS – Vorstand fand am 16. März 2012 die Gründungsversammlung des heutigen Tennisclub Schweinheim-Aschaffenburg e.V. (TCS) statt. Es folgte am 13.04.2012 der Ausgliederungsbeschluss in der Mitgliederversammlung des Turnvereins und am 20.04.2012 der Eintrag in das Vereinsregister. Die ehemalige Tennisabteilung erlangte am 01.08.2012 die Eigenständigkeit.

Sank die Mitgliederzahl nach der Ausgliederung erwartungsgemäß von damals 160 Mitgliedern zunächst auf rund 120 Mitglieder ab, da viele passive Mitglieder die Neuanmeldung in den TCS scheuten, so zeigte sich schon bald, dass der Grundgedanke der Ausgliederung – die Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Tennisvereinen – der Richtige war. Durch den Wegfall des Beitrages zum Hauptverein TVS konnten wir als beitragsgünstigster Tennisverein in Aschaffenburg (wie auch heute noch!) einen Zuwachs bei den Mitgliedern auf inzwischen rund 230 Mitglieder verzeichnen. Das entspricht einer Verdoppelung gegenüber dem Stand bei der Neugründung und ist gegenläufig zum Trend bei vielen anderen Tennisvereinen.

Wie auch schon zu Zeiten der TVS Tennisabteilung ist unser Bestreben und unsere Grundorientierung neben der sportlichen Betätigung schon immer die Ausrichtung nach einem gesellschaftlichen und familienfreundlichen Verein. Dies versuchen wir durch: die Eigenbewirtschaftung unseres Clubheimes, einen wöchentlichen Clubabend mit gemeinsamen Essen, gemeinsame Arbeitsdienste zum Unterhalt der Tennisanlage, Tennisjugendcamps auf der zur Tennisanlage gehörenden rund 3.000 m² großen Wiesenfreifläche und sonstige gemeinsame Veranstaltungen zu erreichen.

Seit dem Jahr 2014 kooperieren wir als TCS mit der Tennisabteilung des BSC in der Spielgemeinschaft TeG Schweinheim bei den Medenspielen. Dadurch können wir ein breiteres Spektrum bei den Mannschaftsmeldungen erzielen.

Die Nutzung aller neun Plätze am Steinweg bietet uns für die Zukunft und ganz speziell bei  der bevorstehenden Stadtmeisterschaft viele Gestaltungsmöglichkeiten.

In sportlicher Hinsicht hat sich neben dem ausgeprägten Spielbetrieb für derzeit 13 Medenspiel-Mannschaften für Erwachsene und Jugendliche, auch das Schweinheimer LK – Turnier für Aktive einen Namen geschaffen.

In der Mitgliederversammlung am 16.03.2018 schied aus dem Dreigestirn der geschäftsführenden Vorstände unser Mitglied Heinz Kolb aus gesundheitlichen Gründen aus. Martin Haupt wurde für ihn hinzugewählt.

Heinz Kolb engagierte sich seit der Neugründung des TCS insbesondere um die Jugendförderung, die Gründung des Förderkreises Jugend und die Mitgliederneuwerbung. Im Rahmen der jährlichen Tage der offenen Türe erwarb er sich sehr große Verdienste. Leider verstarb Heinz am 19.04.2019 infolge seiner Erkrankung im Alter von 75 Jahren.

Finanziell gut aufgestellt haben wir im vergangenen Winterhalbjahr auch dank der Sportstätten-Förderung durch die Stadt Aschaffenburg und den BLSV  in unserem Clubheim umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den Sanitär- und Umkleideräumen durchgeführt.  Damit können wir auch nach 30 Jahren auf der Tennisanlage „Unter dem Erbig“ den künftigen Anforderungen an einen modernen Sportverein gerecht werden.

Die derzeitige Vorstandschaft präsentiert sich wie folgt:

Drei gleichberechtigte Vorstände: Burkhard Eppig / Martin Haupt / Peter Kerz
Sportwart: Jürgen Köhler
Jugendwart: Sebastian Hohl
Kassier: Reinhard Brand
Schriftführer: Mario Heller
Technischer Leiter: Ernst Hock
EDV und Internetbeauftragter: Frank Busch
Kassenprüfer: Karlheinz Fäth und Manfred Will

 

Vorstandsmitglied
Burkhard Eppig

 

Diese Seite verwendet Cookies, die die Bereitstellung unserer Dienste und die Benutzerfreundlichkeit verbessern. Mit der weiteren Nutzung der TCS Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.